Transit Schweiz

TAGEBUCH
Marokko Anreise
rot: Unsere Strecke
Sa 01.02.2020 

Bei wolkenverhangenem Himmel und Regenwetter starten wir zur Kaffeezeit zu unserer 2020-Tour. Über die Autobahn und die Bundesstraße entlang des Bodensees erreichen wir noch vor Dunkelwerden den ausgesuchten Parkplatz Döbele in Konstanz. Cecilia und Jürgen holen uns hier ab; gemeinsam verbringen wir den Abend und lassen uns im Staader Fährhaus aufs Beste verwöhnen.
So 02.02.2020

Die Nacht war ruhig. Aufgehört zu regnen hat es allerdings nicht. Kein Wetter für Bilder aus dieser schönen Stadt.
9:30h starten wir und erreichen nur wenige Minuten später die nahe Schweiz. Am Zoll holen wir die Bescheinigung für unser 'Veteranen-Fahrzeug' ab, mit der wir alle schweizer Straßen ohne Mautgebühren befahren dürfen. Die Straße entlang des Bodensees ist gespickt mit Kreisverkehr-Regelungen, bis wir endlich bei Rorschach in Richtung Chur abbiegen können. Wir kommen auf der stetig steigenden Straße gut voran, passieren die Via Mala-Schlucht und erreichen auf 1590 Meter Höhe das San Berhnardino-Tunnel. Auf der sonnenbeschienenen Südseite führt uns die Straße mit mehreren Haarnadelkurven und 8% Gefälle steil bergab zum Lago Maggiore und zur italienischen Grenze. Die Einreise ins Euro-Land Italien bereitet keine Probleme – wir werden unbesehen durchgewunken. Auf der Autobahn geht es an Mailand vorbei. Die Po-Ebene ist wie erwartet nebelverhangen. Erst nach Überquerung des Flusses klart es wieder auf und die Sonne entfaltet die volle Kraft. Unser heutiges Tagesziel liegt ca. 60km vor Genua auf dem riesigen – und leider total überfüllten – Parkplatz beim Outlet-Center von Serravalle. Am Abend wird dann noch ein Wohnmobilparkplatz unweit der kostenlosen Stromversorgung frei und wir können für die Nacht umparken.
Mo 03.02.2020 Wir müssen erst am späteren Nachmittag am Fährhafen von Genua sein und haben deshalb genügend Zeit, uns auf dem Outlet-Center-Gelände umzusehen. Hier sind wohl alle Modelabels der Welt vereint!
Wir packen unsere 7-Sachen für den Aufenthalt auf der Fähre zusammen, da wir während der Überfahrt nicht an das Auto kommen. Kurz nach 15:00h starten wir und legen die ca. 60km bis Genua auf der teils engen und kurvenreichen Autobahn durch die Küstenberge zurück. Die Berggipfel hüllen sich in Wolken und das sonnige Wetter vom Morgen wechselt zu einer milchigen Suppe.
Das Hinweisschild zum Hafen erscheint etwas spät, aber gerade noch rechtzeitig zum Verlassen der Autobahn. Der Rest der Strecke ist bestens beschriftet. Alle Formalitäten zur Einfahrt in das Hafengelände sind problemlos. Ab 15:40h beginnt dann das Warten in einer der langen Schlangen mit den vollbepackten Autos und wenigen Wohnmobilen. Nachdem unsere Fähre 'M/N EXCELLENT' angelegt hat, werden die vielen Container mit Spezialfahrzeugen von Bord geholt und die Autos verlassen auf separater Rampe das Schiff. Endlich um 22:30h wird unsere Spur zum Boarding freigegeben. Wir beziehen unsere Kabine und besichtigen das Schiff. 23:30h legen wir ab in Richtung Barcelona.
Di 04.02.2020
Die erste Nacht an Bord ist ruhig und gut. Der Seegang des Fährschiffes ist kaum zu spüren. Nach dem Frühstück im Self-Service-Bereich suchen wir uns einen sonnigen Platz in einem der Aufenthaltsräume mit Steckdosen. Hier können wir ungestört Bilder und Texte zum Hochladen aussuchen und die homepage strukturieren.
Schon bald kommt die spanische Küste mit steilen Felswänden am Horizont auf. Durch die Nähe zum Festland ist sogar Handyempfang möglich. An Bord kann die Einreiseregistrierung vorgenommen werden. Die Registrierung des Fahrzeuges müssen wir allerdings auf mogen verschieben, da wir die Autopapiere versehentlich im Auto ließen. Erst im Hafen von Barcelona können wir die Unterlagen holen. Die Fähre liegt von 16:45h bis 19:45h im Hafen. So haben wir auch Gelegenheit, die Stadt von der Seeseite her zu betrachten. Gut zu erkennen ist auch die Baustelle der Familia Sagrada.
Mi 05.02.2020 Unsere Route führt weiter an der spanischen Küste entlang. Im Aufenthaltsraum sitzen wir mit den Mitreisenden Tanja und Jürgen, Gerd und Maria sowie Ulli zusammen und tauschen uns aus. Am Nachmittag können wir die Autoregistrierung vornehmen, damit dann bei der Zollkontrolle keine Zeit verloren geht. 18:30h wird dann über die Lautsprecheranlage durchgesagt, dass die Kabinen geräumt werden sollen und die voraussichtliche Ankunftszeit gegen 20:15h sein wird. Diese Vorgabezeit wird fast genau eingehalten. Allerdings dauert es noch eine Stunde, bis das Schiff vertäut im Hafen liegt und die Fahrzeuge von Bord können. Wir haben Glück und können das Schiff verlassen, bevor das große Chaos und die Drängelei beginnt.
Auch die Zollabfertigung erfolgt -im Gegensatz zum letzten Jahr- superschnell. So können wir schon nach 17 Minuten den Parkplatz nach dem Zoll für die Nacht ansteuern.